Kennen Sie Ihre Druckluftkosten?

Um Druckluft zu erzeugen, verdichtet ein Kompressor normale Umgebungsluft. In der Regel ist der Kompressor an ein Drehstromnetz angeschlossen. Es wird also elektrische Energie benötigt, um Druckluft erzeugen zu können. Welche Kosten entstehen dadurch?

Die Gesamtkosten für die Drucklufterzeugung setzten sich im Wesentlichen aus drei Aspekte zusammen: die Instandhaltungskosten, die Energiekosten und die Investitionskosten. Bei einer intensiven, jährlichen Nutzung der Druckluftanlage teilen sich die gesamten Kosten wie folgt auf: 80% für die Energiekosten, 15% entfallen auf die Investitionen und 5% auf die Instandhaltung.

Es ist offensichtlich – Einsparmöglichkeiten ergeben sich insbesondere bei den Energiekosten. Einsparungen lassen sich im Allgemeinen auf zwei mögliche Arten erzielen. Durch eine Effizienzsteigerung der Druckluftanlage wird pro erzeugtem Kubikmeter Druckluft weniger Energie benötigt. Außerdem hat das Einsparen von Druckluft eine direkte Reduktion des Energieverbrauchs zur Folge.

Ein gesamtheitliches Monitoringsystem nimmt alle wesentlichen Parameter auf. Damit werden die Energieströme vollständig und transparent aufgenommen. Durch die Bildung von Kennzahlen (sogenannten KPI’s) können Tendenzen überwacht und daraus Optimierungen abgeleitet werden. Mit der Aufnahme des Energieverbrauchs der Kompressoren kann der Energieverbrauch und die daraus resultierenden Kosten bestimmt werden. Mit einem Verbrauchzähler wird die erzeugte Druckluftmenge ermittelt. Mit diesen Messwerten kann die Effizienz der Druckluftanlage bewertet werden. Außerdem lassen sich Leckageverluste bestimmen. Durch eine intelligente Auswertesoftware werden diese Verluste simuliert. Ob sich gewisse Maßnahmen rechnen, ist damit schnell und einfach erkennbar. Mit Druck-, Temperatur- und Drucktaupunktsensor lassen sich weitere Potenziale erkennen und die Qualität der Druckluft überwachen.

Aus dem Monitoring werden konkrete Maßnahmen abgeleitet. Diese können eine optimierte Anpassung an der Steuerung der Kompressoren sein, eine lokale Leckageortung, eine Druckreduktion oder eine temporäre Abschaltung der Anlage. Leckageverluste betragen durchschnittlich 30-50%. Optimierungspotenziale in der Steuerung liegen zwischen 20 und 30%. Pro bar Druckreduktion ergibt sich eine Kostenreduktion um 6-8%. Abschaltungen in produktionsfreien Zeiten bieten etwa 10% Einsparmöglichkeiten. Bei mittelgroßen Druckluftanlagen ergeben sich schnell Einsparungen von mehreren 10.000 €.

Ein Monitoringsystem nimmt die aktuelle Ist-Situation auf. Das Aufnehmen der Daten über mehrere Monate, sowie das Bilden von passenden Kennzahlen, ermöglicht eine gute Übersicht. Kosten werden berechnet und der Ist-Zustand bewertet. Daraus lassen sich Maßnahmen ableiten, die zur Optimierung der Druckluftanlage beitragen. Danach wird die Verbesserung auf Basis der Messdaten bewertet. Was die Maßnahme konkret gebracht hat, kann mit dieser Auswertung nachgewiesen werden.

Regelmäßige Monitoringberichte reduzieren den Aufwand beim Energieaudit und tragen zur sauberen Dokumentation bei.

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