Was ist Druckluft?

Sie hatten noch nie mit „Druckluft“ zu tun?

Bestimmt haben Sie schon mal für einen Geburtstag Luftballons aufgeblasen. Durch die Kraft Ihrer Lunge haben Sie die Luft in den Luftballon „gepresst“. Sicherlich hat noch niemanden beobachtet, wie sich ein Luftballon von allein mit Luft füllt. Es ist also Energie notwendig, um die Luft in den Ballon zu „zwingen“.

Den Druck, den Sie mit Ihrer Lunge aufbauen können, ist aber sehr begrenzt. Oder können Sie die Reifen Ihres Autos aufblasen? Deshalb nutzt jede Autofahrerin und jeder Autofahrer verdichtete Luft (=Druckluft) in den Reifen. Meist empfiehlt es sich nach dem Reifenwechsel den Luftdruck im Reifen zu überprüfen. Das kann einfach an der Tankstelle erledigt werden. Der Fahrzeughersteller gibt je nach Modell einen Luftdruck von etwa 2,5 bar vor („Bar“ ist die physikalische Einheit für den Druck). Dies bedeutete, dass die Luft im Autoreifen um das 2,5-fache stärker komprimiert ist als die normale Umgebungsluft. Dafür ist ein Druckluft-Kompressor notwendig, der ordentlich Lärm macht und sich meist hinter einem Gebäude versteckt.

In der Industrie wird das gleiche Prinzip angewandt: Umgebungsluft wird von einem Kompressor verdichtet. Für diesen Prozess ist sehr viel Energie notwendig. Währenddessen steigt die Temperatur der verdichteten Luft. Nachdem die Luft durch den Kompressor verdichtet wurde, gelangt die Druckluft in einen Kältetrockner. Dies ist notwendig, damit die abkühlende Druckluft nicht kondensiert. Wasser in den Rohrleitungen der Druckluft verschlechtert die Effizienz und kann zu Korrosionsbildung führen.  Die Druckluft strömt über eine Rohrleitung aus dem Kältetrockner in den Druckluftspeicher. Dadurch können Schwankungen im Netz ausgeglichen werden. Über ein verzweigtes Rohrnetz gelangt die Druckluft zu den Abnehmern, wie Maschinen oder Werkzeugen.

Druckluft wird für beispielsweise für Drucklufthammer, Lackierarbeiten oder Druckluftpistolen genutzt.

Neueste Beiträge

Kategorien

Archive