Ungenutzte Potenziale in der Druckluft

Druckluft ist der (fast) perfekte Energieträger! Im Gegensatz zu elektrischen Geräten wird keine Rückleitung benötigt. Die Abluft kann einfach in die Umgebung entweichen. In Druckluftbehältern ist die komprimierte Luft problemlos speicherbar. Kurze Stromausfälle können einfach überbrückt werden. FÜr fast alle produzierende Unternehmen ist Druckluft ein beliebter Energieträger.

Doch Druckluft ist einer der teuersten Energieträger überhaupt in Unternehmen. Deshalb ist die Druckluft leider nur ein fast perfekter Energieträger. Nur selten wird die Leistungsaufnahme der Kompressoren, sowie der Verbrauch mit Sensorik gemessen. Deshalb werden Einsparpotenziale oftmals nicht erkannt und lösen sich unbemerkt „in Luft“ auf.

Verschiede Studien und praktische Untersuchungen bestätigen: wirtschaftliche Einsparpotenziale von 30-50% sind keine Seltenheit, sondern die Regel! Einfache Maßnahmen, wie die Optimierung der Steuerung der Kompressoren, sind in 5 Minuten durchgeführt und haben ein Einsparpotenzial von bis zu 25% zur Folge. Eine Druckabsenkung lässt sich in diesem Schritt gleich mitdurchführen. Pro Bar lassen sich 6-10% einsparen. Ist eine Nachtabschaltung möglich? Wenn ja, ist dies mit erheblichen Einsparungen verbunden. Kompressoren werden meist für den normalen Betrieb ausgelegt. In produktionsfreien Zeiten, wie der Nacht oder dem Wochenende, laufen die Kompressoren deshalb sehr ineffizient. Außerdem werden ausschließlich die Leckagen mit Druckluft versorgt. Über Absperrhähne oder einer Einstellung in der Steuerung lassen sich mit überschaubarem Aufwand schnell Einsparungen erzielen. Unnötige Druckverluste entstehen durch verknotete Leitungen oder unnötige Verengungen des Rohrquerschnitts. Diese sollten vermieden werden. Nicht zuletzt bergen die unbeliebten Leckagen ein hohes Einsparpotenzial! Bis zu 80% entweichen durch undichte Verschraubungen, defekte Geräte oder poröse Schläuche. Die Abwärme der Kompressoren kann für Wärmeprozesse, wie beispielsweise einer Heizung, verwendet werden. Da etwa 95% der eingesetzten elektrischen Energie in Form von Wärme an die Umgebung abgegeben werden ist diese Maßnahme für die meisten Kompressorenanlagen interessant.

Jedes Druckluftnetz lässt sich mit geringem Aufwand wirtschaftlich optimieren. Viele Maßnahmen sind einfach und schnell umgesetzt. Amortisationszeiten von wenigen Monaten sind schnell erzielt. Damit können sich Unternehmen in der Öffentlichkeit ein „grünes“ Image erarbeiten. In Energieaudits ist Druckluft immer ein Thema – werden Maßnahmen umgesetzt, erleichtert dies die Zertifizierung. Nicht zuletzt unterstreichen Instandhalter und Energiemanager mit dokumentierten Einsparungen ihre Wichtigkeit im Unternehmen. Das Senken von Fixkosten steigert die Profitabilität.

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